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Spielplan 1. Mannschaft Frühling 2012

Trainingsplan FC Haag Frühling 2012

Einsatzstatistik

FC Haag verliert aussergewöhnliche Partie gegen den FC Diepoldsau

 

Grundsätzlich war das heutige Spiel aufgrund der Tabellensituation und diversen anderen Faktoren eine klare Pflichtaufgabe für den FC Haag, welcher in dieser Rückrunde noch ungeschlagen ist und Leader Triesen dicht an den Fersen hängt. Der FC Diepoldsau verweilt seinerseits an drittletzter Tabellenposition und musste sich im Hinspiel mit 1:5 geschlagen geben.

 

Der FC Haag kam dann eigentlich auch gut aus den Startlöchern und beschäftige die Diepoldsauer Abwehr von Beginn weg. Schon wenige Minuten nach Anpfiff kamen die Haager durch Pascal Haldner und Ibrahim Kulici zu vielversprechenden Torchancen, leider ohne zählbaren Erfolg. Für weitere Torgefahr sorgten Fabio de Lima, Claudio Hartmann und Fabian Hardegger, welche sich jeweils mit einem Distanzschuss versuchten.

 

Trotz dieser Überlegenheit konnte der FC Diepoldsau von einem Missgeschick in der Haager Abwehr profitieren. Nach einem langen Einwurf glitt der Ball auf dem stark durchnässten Terrain an der Innenverteidigung vorbei und ein Diepoldsauer Stürmer lenkte den Ball an Keeper Gantenbein vorbei – 0:1 nach 25. Minuten. Unglücklich bei dieser Situation – der Einwurf hätte eigentlich dem FC Haag zugesprochen werden sollen, der Unparteiische hatte das aber anders gesehen.

 

Trotz dieses kleinen Dämpfers wollten sich die Hausherren keinesfalls entmutigen lassen und jetzt erst recht aufdrehen. So kam es nur wenige Momente nach dem Anspiel zu einer heissen Torszene. Raphael Haldner konnte sich an der Seite durchsetzen und flankte auf Wilson Andrade. Dieser nickte den Ball am Keeper vorbei, wo ein Diepoldsauer Verteidiger den Ball noch in letzter Sekunde abwehren konnte. Ibrahim Kulici setzte zum Nachschuss an, aber auch dieser prallte vom Verteidiger ins Toraus.

 

Die bisher heikelste Szene folgte dann in der 30. Minute. Pascal Haldner tankte sich leichtfüssig durch die gegnerische Abwehr und wird im Sechzehner klar zu Fall gebracht. Das Einwirken des Gegners war deutlich seh- und hörbar. Lermen Oldair legte sich bereits den Ball zurecht, als das für die Einheimischen Unfassbare passierte. Schiedsrichter Sandmeier warf Pascal Haldner eine Schwalbe vor und ahndete dies gar mit einer gelben Karte. Dies nachdem schon eine Reihe von anderen „diskussionswürdigen“ Entscheidungen die Stimmung auf beiden Seiten angeheizt hatte.

 

In der 40. Minute war es dann doch Pascal Haldner, welcher der Heimmannschaft den Ausgleichstreffer bescheren konnte. Nach gutem Zuspiel von Ibrahim Kulici verschaffte er sich Platz und traf passgenau in die lange Torecke zum überfälligen 1:1.

 

Kurz darauf musste ein Diepoldsauer mit einer gelb-roten Karte das Feld verlassen. Der FC Haag war von nun an in Überzahl.

 

Kurz vor der Pause folgte dann aber wiederum der nächste Wermutstropfen für die Hausherren. Nach einem Eckball des FC Diepoldsau klärte ein Haager Verteidiger per Kopf zurück ins Mittelfeld. Die Haager Abwehr rückte sofort geschlossen nach vorne, um die Offensive der Gäste im Abseits stehen zu lassen – prompt kam dann der hohe Ball auf die verbleibenden Stürmer, welche nun zu Dritt vor Keeper Gantenbein standen und mangels Pfiff des Unparteiischen die Situation zu nutzen verstanden und zum 1:2 markierten.

 

So bitter die beiden Gegentreffer waren, nahm sich der FC Haag für den 2. Durchgang vor, sich wieder auf  das Wesentliche zu besinnen und die fussballerische Überlegenheit in Resultate umzuwandeln. Schlecht gespielt hatte man in der ersten Hälfte nicht, wenn auch die Effizienz noch zu bemängeln war.

 

In der zweiten Halbzeit standen die Haager noch höher als zu Beginn der Partie und drängten auf das Ausgleichstor. Wieder konnten aber mehrere Möglichkeiten nicht genutzt werden und eine sehr unverständliche Situation liess die Einheimischen kurzzeitig ganz von ihrem Kurs abkommen. Nachdem Pascal Haldner bei einem Dribbling im Sechzehner der Gäste ausrutschte, jedoch in keinster Weise einen Elfmeter gefordert oder in irgendeiner anderen Form reklamiert hatte, erhielt von Schiedsrichter Sandmeier die zweite gelbe Karte und musste mit Gelb-Rot vom Platz – Spieler und Zuschauer schauten gleichermassen ungläubig zu,  wie der Offensivmotor der Haager nach der vermeintlich zweiten Schwalbe unter die Dusche geschickt wurde. Nun herrschte also wieder numerische Gleichheit auf beiden Seiten.

 

In der 82. Minute kam dann der lang erhoffte Ausgleichstreffer. Wilson Andrade kam über die Seite und flankte scharf zur Mitte, wo Leonardo Tomazini zum Abschluss kam. Ein gegnerischer Verteidiger kam zwar noch an den Ball, lenkte diesen aber an den Rücken seines Gegenspielers von wo aus er ins Tor rollte.

 

In der 90. Minute entschied der Unparteiische dann auf Elfmeter für den FC Diepoldsau. Kurz vor bevor der Schütze Anlauf nehmen konnte, verwarnte der Schiedsrichter Leonardo Tomazini mit einer gelben Karte wegen einer vermeintlichen Bemerkung. Daraufhin erkundigt sich Kaptain Raphael Haldner nach dem Grund für die Verwarnung, da Tomazini nur portugiesisch spricht und erhielt dafür, ohne Verwarnung, die direkte rote Karte für Reklamieren. Dies war die mit der dritten Roten Karte in diesem Spiel der zweite Platzverweis für die Haager – neben 7 gelben Karten sicherlich eine aussergewöhnliche Bilanz für die Hausherren, zumal lediglich eine davon durch ein Foulspiel ausgeteilt wurde.

 

Als bitterer Höhepunkt aus Sicht der Gastgeber verwandelte der FC Diepoldsau den fälligen Elfmeter und sichert sich so drei Punkte in einer aussergewöhnlichen Partie.

 

 

FC Haag : FC Diepoldsau 2:3 (1:2)

 

MKM Arena, Haag – ca. 70 Zuschauer

SR: Heinz Sandmeier

 

Tore: 25. FC Diepoldsau 1:0. 40. Pascal Haldner 1:1. 43. FC Diepoldsau 1:2. 82. Eigentor FC Diepoldsau 2:2. 90. FC Diepoldsau (Elfmeter) 2:3.

 

FC Haag: Sven Gantenbein; Fabian Hardegger, Claudio Hartmann (75. Sandro Gauch), Patrick Müller, Dominik Müller; Fabio De Lima (80. Ralf Eggenberger), Lermen Oldair, Wilson Andrade, Ibrahim Kulici (45. Leonardo Tomazini), Raphael Haldner; Pascal Haldner

 




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